
Gleichstellung in Moçambique
Moçambique ist ein Staat in Südostafrika. Probleme wie Diskriminierung von Frauen, Missbrauch, häusliche Gewalt und Zwangsarbeit von Kindern sind allgegenwärtig. Seit der Unabhängigkeit im Jahre 1975 sind Frauen laut Verfassung den Männern gleichgestellt. In der Realität bleibt jedoch der Einfluss der Frauen auf die Politik gering.
2003 wurde ein Familiengesetz verabschiedet, das Frauen die gleichen Rechte wie Männern zuspricht. Damit sind Frauen nach dem Gesetz den Männern in der Ehe gleichgestellt; das Heiratsalter von Mädchen wurde von 14 Jahren auf 18 Jahre heraufgesetzt. Von dieser gesetzlichen Gleichstellung profitieren allerdings hauptsächlich die Frauen in den Städten. Auf dem Land herrschen weiterhin traditionelle Gewohnheitsrechte vor; so sind Frauen beim Erbrecht benachteiligt, ihnen wird der Zugang zu Bildungseinrichtungen verweigert oder erschwert und sie können auf das politische und gesellschaftliche Leben kaum Einfluss ausüben. Mitte 2009 wurde ein Gesetz gegen häusliche Gewalt verabschiedet. Zuvor galt das Verprügeln einer Ehefrau lediglich als Körperverletzung.

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